Zur Orientierung für Menschen mit Behinderungen

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Vielfältige Eindrücke

Tanz der großen Tausendfüßler. Foto: Kita Jeverstraße
Krippenspiel. Foto: Kita Jeverstraße
Mathematische Erfahrungen mit Kartoffeldruck. Foto: Kita Jeverstraße
kreativ mit Farbe. Foto: Kita Jeverstraße
Unser Handwerker. Foto: Kita Jeverstraße
Nikolausfotos. Foto: Kita Jeverstraße
Schlaumäuse am Computer. Foto: Kita Jeverstraße

10 Jahre Kita Jeverstraße im Nachbarschaftsheim Schöneberg

Hurra, wir werden 10!

10 Jahre ist unsere Kita nun in der Trägerschaft des Nachbarschaftsheimes Schöneberg. Im Mai 2004 hatte der Bezirk Steglitz-Zehlendorf die Kita Jeverstraße dem Nachbarschaftsheim übertragen. Wenn das nicht ein Grund zum Feiern ist!

Das gab es zum Geburtstag im Mai 2014

„Die Zahlenwelt 10“, eine Bühnenpräsentation der Kitakinder, Spiel und Mitmachaktionen im Garten, internationale Köstlichkeiten am Buffet der Eltern und eine Verlosung des Familienrätsels.

Es war ein wunderbarer und gelungener Nachmittag!

Grußworte und Glückwünsche zum Geburtstag

Mit Grußworten und Glückwünschen wurden wir bedacht von der Vertreterin des Bezirksamtes Steglitz-Zehlendorf, Frau Isabell Simonsmeier, (sie ist stellvertretende Fachreferatsleiterin des Fachreferates für Tagesbetreuung und zuständig für die bezirkliche Koordination der Frühen Hilfen), von unserem langjährigen Vorstandsmitglied des Nachbarschaftsheim Schöneberg Jürgen Kipp, von der Kitamitarbeiterin Rihan Ülker und von unseren Eltern, die mit einem „Herzlichen Glückwunsch“ gesprochen in ihren Herkunftssprachen auf die Bühne kamen. So hörten wir Glückwünsche nicht nur au deutsch, sondern auch auf englisch, spanisch, arabisch, serbisch, russisch, tamilisch, tschechisch, polnisch, thailändisch, türkisch, ukrainisch, kroatisch ...

Isabel Simonsmeier, Vertreterin des Bezirksamtes Stegltz-Zehlendorf
Jürgen Kipp, Vorstandsmitglied im NBH
Eltern der Kita

Wir erinnern uns - ein Rückblick

Die Kindertagesstätte Jeverstraße wurde bereits 1957 eröffnet und bis 2004 vom Bezirksamt Steglitz betrieben. Das Land Berlin hatte Ende der 1990er-Jahre beschlossen, 2/3 ihrer bezirklich geführten Kitas an freie Träger abzugeben. Freie Träger sollten mehr eingebunden werden in die Gestaltung der Sozialräume. Vor allem aber war der enorme Kostendruck der Grund für die geplanten Übertragungen. Vor etwa zwölf Jahren begann dann in Steglitz ein umfangreicher Veränderungsprozess mit Übertragungen bzw. Kooperationen mit Jugendfreizeiteinrichtungen: im Herbst 2003 mit der Übertragung des Jugendhauses Kai-Fischer – das jetzige Jugend- und Familienzentrum JeverNeun – an das Nachbarschaftsheim Schöneberg. Da sich die Kita Jeverstraße im gleichen Gebäude befand, machte sich das Jugendamt dafür stark, die Kindertagesstätte Jeverstraße als erste Kita im Bezirk an einen freien Träger zu übertragen -  an das Nachbarschaftsheim Schöneberg.

 

Eltern wurden aktiv

Die Eltern der Kita waren in dieser Zeit des Umbruches sehr besorgt und unzufrieden. Sie machten sich für eine schnelle Übertragung an den Träger Nachbarschaftsheim Schöneberg stark und forderten dafür einen früheren Zeitpunkt als zunächst vorgesehen, denn die Situation war schwierig:

Da die meisten Mitarbeiterinnen beim kommunalen Träger bleiben wollten, fand im Vorfeld ein monatelanger Veränderungsprozess für alle statt. Die Mitarbeiterinnen wurden nach und nach durch neue Mitarbeiterinnen aus der bezirklichen Region ersetzt. Die in dieser Zeit entstandene Verunsicherung und Unzufriedenheit der Eltern wegen der fehlenden Stabilität in der Betreuung ihrer Kinder veranlasste schließlich die Verantwortlichen, dem Wunsch der Eltern zu entsprechen und sich für eine zügige Übertragung bereits schon während des laufenden Kitajahres zum 1. Mai einzusetzen. Die Stelle der Kitaleitung wurde vom Nachbarschaftsheim besetzt. Am 28. Mai 2004 fand die offizielle Übergabe der Kita an das Nachbarschaftsheim statt.

Die Kita verfügte damals über 90 Plätze für Kindergarten- und Hortkinder. Die Kinder waren in zwei Einheiten in einer großen Altersmischung (3 Jahre bis 3.Klasse) zusammengefasst.

 

 

Die pädagogische Arbeit

Mit der Übertragung an das Nachbarschaftsheim wurde ein Kreis von neuen und sehr motivierten Mitarbeiterinnen tätig. Nun galt es, sich zusammen zu finden und gemeinsam ein Konzept zu erarbeiten, das den Kindern und Eltern gerecht wurde. Altes musste überdacht und neue Ideen erarbeitet werden. Die ersten Schritte wurden schnell umgesetzt: Die große Altersmischung wurde sofort - auch mit großer Zustimmung der Eltern – aufgegeben und zwei Monate später gab es das erste große Sommerfest.

Die pädagogische Arbeit erhielt neue Aspekte. So gab es Schwerpunkte im Theaterspiel, in Tanz und Musik.

Vor dem Hintergrund des Berliner Bildungsprogramms setzte sich das Team mit pädagogischen Fragen der Raumgestaltung – Räume als Lern- und Lebensort für Kinder -, der Sprachförderung und der Projektarbeit auseinander.

 Eine damalige Elternvertreterin äußerte noch 2004 zum Trägerwechsel folgendes:

 „Die Übernahme wurde von vielen Eltern sehnlichst erwartet. Und wir bzw. unsere Kinder wurden nicht enttäuscht. Ein tolles und pädagogisch wertvolles Programm wurde und wird verwirklicht. Unsere Kinder gehen gerne in die Kita und in den Hort und lassen sich jeden Tag neu auf das „Abenteuer“ Nachbarschaftsheim Schöneberg ein. Abenteuer positiv gemeint, da immer wieder neue Projekte und Anregungen für die Kinder erarbeitet und gemeinsam genutzt werden.“

2004 noch ohne Vorgarten
mit Vorgarten: heute

Umbau - Sanierung - Renovierung

Das Haus und das Außengelände befanden sich 2004 in keinem guten Zustand. Es gab viel zu tun. Auf das Nachbarschaftsheim kamen nun hohe Kosten zu. Es galt Auflagen bezüglich des Brandschutzes und der Sicherheitsbestimmungen umzusetzen. Auflagen, die das Bezirksamt aus Kostengründen nicht umsetzen konnte. Für die Kindergarderoben, die sich bislang in den engen Fluren befanden, musste zusätzlicher Platz geschaffen werden. Räume und Flure wurden renoviert, das Treppengeländer in das UG und das Geländer der Balkonbrüstung erhielten für Kinder notwendige Sicherheitsverbesserungen. Als zusätzlicher Rettungsweg wurde eine Außentreppe gestellt, die mit dem Jugend- und Familienzentrum verbunden war.

Die beiden Außentreppen zu den Eingangstüren wurden erneuert und der Haupteingang mit einer Rampe für Kinderwägen versehen. Einen Vorgarten gab es nicht. Das öffentliche Straßenland grenzte damals bis an das Gebäude. Das Bezirksamt genehmigte uns, einen begrünten Vorgarten anzulegen.

Umweltentlastende Energieeinsparung

Mit einer Förderung durch das europäische "Umweltentlastungsprogramm" und einem erheblichen Anteil an Eigenmitteln wurde schließlich das gesamte Gebäude saniert mit dem Ziel, Energie umweltentlastend einzusparen. So wurde die das Erdreich berührende Fassade gedämmt und neue Türen und Fenster eingebaut. Es folgten die Dämmung der gesamten Fassade und des Daches und in den Sanitärbereichen der Einbau energiesparender Armaturen und Toilettenspülungen. Im Untergeschoss wurden komplett die erdberührten Böden saniert.

Da sämtliche Arbeiten während des laufenden Betriebes stattfanden, galt es zu improvisieren und mit vielen Einschränkungen zu leben. Die Kindergruppen mussten zeitweise sogar in Räume des benachbarten Jugend- und Familienzentrums ausgelagert werden.

Neugestaltung des Außengeländes

Unser schöner Garten – ein Herzstück unserer Kita – ist ein Ergebnis langer Überlegungen. Vieles war verfault und kaputt. Bei der Umgestaltung ging es uns nicht um die Anschaffung fertiger und teurer Spielgeräte, sondern um eine naturnahe und erlebnisreiche Gartengestaltung mit hohem Spielwert: ein Gelände, das zum Tätigsein anregt. Unter fachkundiger Anleitung eines Landschaftsarchitekten flossen die Wünsche der Eltern mit ein, wie z.B. eine Vogelnestschaukel, eine Wasserpumpe sowie einen Fahrzeugparcour. Die liebevoll gemauerten Umrandungen der Wege und Bepflanzungen laden nun zum Spielen und Balancieren ein.

Dieses große über fast 3 Jahre dauernde Projekt wurde in Etappen mit Hilfe von Eigenmitteln,

(Sach-)Spenden und viel Eigeninitiative umgesetzt. Weitere Unterstützung bekamen wir in Form von großzügigen Spenden der Ikea-Stiftung und der PSD-Bank Berlin-Brandenburg. Aber auch Eltern der Kita und unsere Heizungsfirma Köppe spendeten. Ein Spendenscheck wurde uns von REWE (damals Minimal) übergeben.

Eine Ausbildungsfirma im Garten- und Landschaftsbau fand hier ein herausforderndes, kreatives Tätigkeitsfeld für auszubildende Jugendliche. Zur endgültigen Fertigstellung des Gartenprojektes wurde eine Fachfirma beauftragt. Dafür hat das Nachbarschaftsheim Schöneberg eine hohe Summe an Eigenmitteln zur Verfügung gestellt.

Die Kooperation mit der Sachsenwaldschule

Mit in Krafttreten des neuen Schulgesetz 2005 wurde die Hortbetreuung aus allen Berliner Kitas an die Schulen verlegt. Nicht alle Schulen konnten dies aber wegen fehlender Räumlichkeiten sofort umsetzen. So auch die benachbarte Sachsenwaldgrundschule. Durch einen Kooperationsvertrag geregelt, verblieben deshalb für weitere zwei Jahre die Schulkinder in der Kita. Zwei Kolleginnen der Kita wurden am Vormittag in der Schule tätig und betreuten am Nachmittag 50 Schulkinder in den Räumen der Kita. Erst mit der Erstellung des neuen Gebäudes an der Sachsenwaldschule verließen im Sommer 2007 die Hortkinder endgültig die Kita. 2008 wurde das Nachbarschaftsheim mit der Ganztagsbetreuung an der Schule betraut.

Winter in der Kita Jever

Kinder verschneitem Garten. Foto: Kita Jeverstraße
Kinder liegen im Schnee. Foto: Kita Jeverstraße
Förmchen werden mit Wasser gefüllt. Foto Kita Jeverstraße
"Schmilzschmuck" ziert unseren Eingangsbereich. Foto: Kita Jeverstraße
"Schmilzschmuck". Foto: Kita Jeverstraße

Wenn es Winter ist, können die Kinder in unserer Kita die vielfältigsten Erfahrungen mit Kälte, Eis und Schnee machen.

Nicht nur der wunderschön verschneite Garten war eine große Besonderheit. Auch die große Kälte ließ für die Kinder seltene Experimente zu.

Die Kinder konnten Förmchen mit Wasser füllen, Gegenstände hineinlegen, vielleicht das Wasser noch färben und in den Garten stellen. Was ist passiert? "Schmilzschmuck", wie Christoph, fünf Jahre alt, spontan sagte.

 

 

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(außer Schulferien)

Leitung
Marion von Viebahn
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